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Wichtig für Dieselfahrer 

Längere Strecken sind Pflicht, sonst wird es teuer ! 

        

Aktuelles Urteil: Wer seinen Diesel nicht regelmäßig auf längeren Strecken bewegt, hat bei verstopftem Partikelfilter keinen Anspruch auf Gewährleistung. Wer mit seinem Diesel ausschließlich Kurzstrecken fährt, der kann bei einem verstopften Partikelfilter nicht auf einen Austausch im Rahmen der Gewährleistung hoffen. Denn: Er hat sein Auto "unsachgemäß" behandelt, weil er keine längeren Regenerationsfahrten unternahm, bei denen der Filter wieder "freigebrannt" wird. Das hat das Düsseldorfer Landgericht in einem aktuellen Urteil entschieden. Partikelfilter:

DPF lieber tauschen:

ADAC rät von Reinigung ab

 

Geklagt hatte ein Dieselfahrer, bei dessen Opel Zafira


1.9 C dti bereits fünf Monate nach dem Kauf der komplett verstopfte Rußfilter ausgetauscht werden musste. Die Rechnung für den Tausch wollte der Kläger nicht bezahlen, weil der Mangel seiner Meinung nach unter die Gewährleistungsregel fällt. Das Amtsgericht Langenfeld war da anderer Meinung: Der Kläger habe die ihm obliegende Mitwirkungspflicht (regelmäßige Regenerationsfahrten) nicht erfüllt. Das Landgericht Düsseldorf, bei dem der Dieselfahrer anschließend Berufung eingelegt hatte, wies die Klage ebenfalls ab: Der Filter sei zum Kaufzeitpunkt in Ordnung gewesen, wie die kurz vor der Übergabe durchgeführte Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung beweisen. Die Schuld am Verstopfen liege also beim Käufer – der obendrein noch zugab, ausschließlich Kurzstrecken gefahren zu sein. Dass die zuständige Warnleuchte zum fraglichen Zeitpunkt nicht funktionierte, konnte er auch nicht nachweisen. Überblick:

AUTO BILD Urteilsdatenbank

Eine Warnleuchte mahnt zur "Regeneration" 

Eine Warnleuchte gibt im Dieselauto Bescheid, falls der Partikelfilter eine Regenerationsfahrt braucht.               

Hintergrund: Dass die Rußteilchen in den Abgasen den Partikelfilter zusetzen, ist nicht zu vermeiden – genau dafür ist der Filter ja schließlich da. Damit er aber nicht verstopft, müssen in regelmäßigen Abständen sogenannte Regenerationsfahrten durchgeführt werden. Gemeint ist damit eine längere Tour bei mittleren Drehzahlen, bei denen die Temperatur im Abgastrakt auf mindestens 500 bis 600 Grad steigt, sodass der Filter wieder "freigebrannt" wird – Infos dazu gibt es in der Bedienungsanleitung eines jeden Diesel. Eine Warnleuchte weist den Autofahrer darauf hin, wenn eine solche Regenerationsfahrt wieder mal fällig ist. Ein verstopfter Filter kann zunächst zu verminderter Durchzugskraft, dann zu Motorschäden führen.